Hier findest du ergänzend zur Chronik Hintergrundinformationen zu Naziaktivitäten und einen Einblick in Nazistrukturen in und um Hoyerswerda.

Zunahme rechtsextremer Schmierereien im Stadtgebiet von Hoyerswerda Nachdem bereits im Dezember 2007 der Ehrenhain für gefallene russische Soldaten des II. Weltkrieges am “Lausitz Center” mit rechtsextremen Parolen beschmiert wurde (nachzulesen unter “Chronik”), stiegt die Zahl neonazistischer Sprühereien im Stadtgebiet von Hoyerswerda in den letzten Monaten weiter an.
[Bericht und Foto]

Aktionen Hoyerswerdaer Neonazis anlässlich des 63. Jahrestages der Bombardierung Dresdens 1945. An der vom “Aktionsbündnis gegen das Vergessen” initiierten Aktionswoche “Ein Licht für Dresden” anlässlich des 63. Jahrestages der Bombardierung der Stadt Dresden beteiligten sich auch Neonazis aus Hoyerswerda. Sie nahmen außerdem an zwei aus diesem Anlass veranstalteten rechtsextremen Trauermärschen aus diesem in Dresden teil.
[Bericht und Bilder]

150 Nazis bei Fackelaufmarsch in Hoyerswerda. Am Abend des 23. November marschierten etwa 150 Neonazis aus ganz Sachsen und Brandenburg unangemeldet durch das ostsächsische Dorf Nardt bei Hoyerswerda. Ziel der mit Fackeln und Trommeln ausgestatteten Neonazis war vermutlich das dortige Weltkriegstoten-Denkmal. Die TeilnehmerInnen des Aufmarsches versammelten sich anschließend zu einer Spontandemo in Hoyerswerda.
[Bericht und Pressemitteilung]

Rechtsmotivierte Übergriffe auf Jugendliche in Hoyerswerda. Am Wochenende des 13./14.04.2007 kam es im gesamten Stadtgebiet von Hoyerswerda zu zahlreichen rechtsmotivierten Übergriffen auf alternative und nichtrechte Jugendliche.
Unter anderem griffen auf dem Schulhof des Leon-Foucault-Gymnasiums etwa 30-40 zumeist jungen Anhängern der rechten Szene und deren SympathisantInnen etwa 15 alternative Jugendliche an.
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Neue Jugendkampagne von Lausitzer Neonazis. Mit einem gemeinsamen Internetauftritten starten die „nationalen Sozialisten“ aus dem Umfeld des Infoportals www.lausitz-infos.net, antikap.de und der „Freien Offensive“ in der Frühling 2007. Die neue Internetpräsens richtet sich speziell an junge Menschen, die für den „politischen Kampf des nationalen Widerstands“ angeworben werden sollen. Politische Aktivität wird als Aktionismus im Abenteuer-Format vermittelt – in einem herunterladbaren Video werden Szenen gezeigt von Flyer-, Plakatier- und Sprühaktionen u.a. in Hoyerswerda. Außerdem kann sich auf der Seite Rechtsrock von Sleipnir, Lüders und Agnar angehört werden.
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In der Nacht vom 23./24.03.07 tauchten im gesamten Stadtgebiet von Hoyerswerda zahlreiche Plakate mit rechten Inhalten auf. Auf den Plakaten wurde unter anderem die Verstaatlichung von Großkonzernen gefordert und festgestellt: „Dieses System ist am Ende! Die Alternative: Nationaler Sozialismus“. Auf anderen Plakaten wurden Castortransporte und Wasserprivatisierung, sowie Polizeiwillkür und Staatsgewalt kritisiert. Als V.i.s.d.P. war S. Richter unter dem Postfach 3461 02965 Hoyerswerda angegeben. Auf das selbe Postfach wird auch im unregelmäßig erscheinenden „Blickpunkt Lausitz“ und im Impressum auf der Internetseite www.lausitz-infos.net verwiesen. Der „Blickpunkt Lausitz“ und www.lausitz-infos.net sind Informationsportale des Kameradschaftszusammenschluss „Lausitzer Aktionsbündnis“ unter Sebastian Richter.
In der darauffolgenden Woche erreichte uns eine amüsante Pressemeldung der bisher nicht in Erscheinung getretenden „Gruppe Frühjahrsputz“.

Am 30.09.06 fand in Hoyerswerda anlässlich des 15. Jahrestages der rassistischen Pogrome von 1991 eine Neonazidemo unter dem Motto „Stoppt die Propaganda der selbsternannten Demokraten“ statt. An der Demo nahmen rund 200 Personen teil. Zu der Demonstration aufgerufen hatte der JN-Stützpunkt Hoyerswerda und die Initiative „Schöner wohnen“.
Mehr Infos zur Nazidemo
Aktionen der Datenantifa: [1][2]
Pressemitteilung zu Sitzblockade gegen die Nazidemo

In Kamenz bei Hoyerswerda überfielen am 03.01.2003 drei Neonazis einen 25-jährigen Bewohner eines AsylbewerberInnenheimes. Die Angreifer attackierten den jungen Türken mit Baseballschlägern, sodass dieser mit Verletzungen an Nase und im Gesicht im Krankenhaus behandelt werden musste.
Ostsachseninfos verfasste daraufhin einen Bericht mit der Dokumentation weiterer Naziübergriffe und ihren Folgen im Jahre 2002.
Im Osten nichts neues…