Aktionen Hoyerswerdaer Neonazis anlässlich des 63. Jahrestages der Bombardierung Dresdens 1945

An der vom „Aktionsbündnis gegen das Vergessen“ initiierten Aktionswoche „Ein Licht für Dresden“ anlässlich des 63. Jahrestages der Bombardierung der Stadt Dresden beteiligten sich auch Neonazis aus Hoyerswerda. Sie nahmen außerdem an zwei aus diesem Anlass veranstalteten rechtsextremen Trauermärschen aus diesem in Dresden teil.

Am 13. Februar 2008 stellten RechtsextremistInnen vermutlich aus dem Umkreis der ANH („Autonome Nationalisten Hoyerswerda“) und der JN („Junge Nationaldemokraten“) an mehreren Orten im Stadtgebiet von Hoyerswerda selbst gebastelte Bombenimitate aus Pappe auf, wie sie auf der rechten Infoplattform jugend-offensive.info verlauten ließen. Mit der Aktion sollte, im Rahmen der vom „Aktionsbündnis gegen das Vergessen“ bundesweit ausgerufenen Aktionswoche ein „Licht für Dresden“, an die Bombardierung der sächsischen Landeshauptstadt vor 63 Jahren erinnert werden.

Dass die Intention dieser Aktionen vorallem geschichtsrevisionistischer Natur ist, zeigten die Aufschriften auf den Pappgranaten in Hoyerswerda. Mit Parolen, wie „Dresden 13.02.1945 – 350.000 Opfer des alliierten Massenmordes“, wurden die, offiziell durch eine Dresdner Historikerkommission bestätigten, Zahlen der Toten verzehnfacht. Die auf dem Weg zur Befreiung Deutschlands vom Nationalsozialismus notwendige Bombardierung des bis 1945 militärisch und verkehrstechnisch wichtigen Knotenpunktes Dresden (Infos) wurden zum sinnlosen „Bombenterror“ umgedeutet.

Am Abend des 13. Februars nahmen in der Dresdener Innenstadt dann auch Neonazis aus Hoyerswerda an einem Trauermarsch des „Aktionsbündnis gegen das Vergessen“ teil. Auf diesem, von RechtsextremistInnen aus dem parteifreien Spektrum organisierten „Gedenkmarsch“, waren sie mit einem Transparent mit der Aufschrift „Nationalisten Hoyerswerda“ präsent.

Auch am Samstag, dem 16. Februar beteiligen sich Hoyerswerdaer RechtsextremistInnen mit demselben Transparent an einem weiteren Neonazi- „Gedenkmarsch“ in Dresden. Organisiert von der „Jungen Landsmannschaft Ostdeutschland“ war die Demonstration auch 2008 wieder der größte Naziaufmarsch in Deutschland, an welchem, wie bereits in den Vorjahren, mehrere tausend Rechtsextreme aus ganz Europa beteiligten.

Hoyerswerdaer Neonazis auf dem Trauermarsch am 13.02.08 in Dresden. (Quelle: Nationaler Demonstrationsbeobachter)

Die „Nationalisten Hoyerswerda“ auf der Neonazidemo am 16.02.08 in der Sächsischen Landeshauptstadt…(Quelle: Nationaler Demonstrationsbeobachter)

… und noch ein mal. (Quelle: www.adf-berlin.de)